Visum & Einreisebestimmungen für Thailand

Die Einreisebestimmungen für Thailand sind prinzipiell sehr einfach, wo Sie sich als deutscher Staatsbürger um kein Visum für Thailand kümmern müssen. Für eine klassische Reise bedarf es im Grunde überhaupt keiner Planung im Voraus, da die Aufenthaltsdauer 30 Tage meistens nicht überschreitet. In diesem Fall bekommen Sie bei der Einreise nach Thailand automatisch ein Visum erteilt. Ein wenig anders gestaltet sich die Sachlage, wenn Sie für einen längeren Zeitraum (ohne Ausreise) in Thailand sein wollen. Es ist in jedem Falle ratsam, sich vor einem Urlaub ausführlich zu informieren. Aktuelle Informationen zu den Einreisebestimmungen und den Aufenthaltsgenehmigungen erteilen unter anderem die Botschaft oder auch das Auswärtige Amt. Im folgendem finden einen Überblick über alle Visas:

Visa on Arrival – Thailand Visum bei der An- Einreise beantragen

Thailand Visum für die EinreiseUrlauber aus der Schweiz, Österreich sowie Deutschland erhalten direkt das Visum bei der Einreise, auch Visa on Arrival genannt, in Form eines Stempels in den Reisepass. Dieser Stempel erlaubt Ihnen einen 30 tägigen Aufenthalt (ohne Arbeitsaufnahme). Reicht das nicht aus, kann im Immigration Büro auf Wunsch eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung erbeten werden. Für etwa 1900 Baht dürfen Sie dann weitere 30 Tage in Thailand verbleiben. Anschließend gibt es allerdings keine weitere Option auf eine Verlängerung.

Touristenvisum – für 60 Tage

Das Touristenvisum ist in unterschiedlichen Klassifizierungen erhältlich. Üblicherweise ist das Visum bei einer einzelnen Einreise insgesamt für 60 Tage gültig. Richtig vorgegangen gibt es allerdings die Option, insgesamt für 180 Tage im Land zu verweilen. Das ist aber mit insgesamt drei Aufenthalten verbunden. Bei jeder einzelnen Einreise wird Ihre Aufenthaltserlaubnis um 60 Tage in den Pass gestempelt. Nach 60 Tagen ist dann eine Ausreise zwingend erforderlich. Den Ausreisetermin sollten Sie nicht einfach verstreichen lassen, da Sie sonst mit sogenannten Overstay Gebühren rechnen müssen, die bei etwa 500 Baht täglich liegen. Des Weiteren wird das Vergehen in Ihrem Pass festgehalten. Das klassische Touristenvisum beantragen Sie bereits von der Heimat aus.

Non Immigrant Visum – 90 Tage

Ein Non Immigrant Visum ist grundsätzlich eher für Touristen gedacht, die eine längere Aufenthaltsdauer einplanen. Das einfache erlaubt Ihnen, für 90 Tage im Land zu bleiben. Dieses Visa bedient verschiedene Personenkreise, weshalb sich die Anforderungen und Möglichkeiten auch voneinander unterscheiden. Ein „Non Immigrant B Visum“ ist zum Beispiel für diejenigen, die in Thailand ein Unternehmen betreiben oder aber in einem Betrieb angestellt sind. Studenten nutzen wiederum das Non Immigrant „ED-Visum“. Voraussetzung, dass dieses erteilt wird: Sie besuchen eine Schule oder aber spezielle Lehrgänge. Beantragt wird es gewöhnlich direkt von der Schule. Journalisten steht das Non Immigrant „M-Visum“ zur Verfügung, das auch für Filmproduzenten vorgesehen ist. Offizielle Besucher müssen das Non Immigrant „F-Visum“ beantragen. Das war aber längst nicht alles, es gibt nämlich noch viele weitere Kategorien. In solchen Sonderfällen ist es jedoch ratsam, sich professionelle Unterstützung für die Beantragung zu organisieren.

Jahresvisum für Rentner und Verheiratete

Die thailändisch Botschaft erteilt auf Basis eines vorhandenen Non Immigrant Visums unter gewissen Umständen ein Jahresvisum. Das betrifft zum Beispiel Europäer, die eine thailändische Ehefrau oder aber thailändische Kinder haben. Neben den Voraussetzungen bedarf es einer Arbeitsgenehmigung und gewissen finanziellen Mitteln, die Sie offenlegen müssen. Mit einem Jahresvisum dürfen Sie dauerhaft in Thailand bleiben. Es ist nur notwendig, dass Sie sich im Turnus von 90 Tagen bei der Immigration melden.

Das thailändische Visum beantragen – das müssen Sie beachten

Wichtig zum Visum beantragen: Die Arrival CardDeutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger brauchen keinen bürokratischen Aufwand bei der Beantragung des Visums befürchten. Den Antrag für das Visum können Sie schnell und auch kostengünstig stellen. Sofern der Aufenthalt die 30 Tage nicht übersteigt. Die Airlines teilen während des Fluges die sogenannten Arrival und Departure Karten aus (siehe Bild). In aller Ruhe können Sie so die Flugzeit nutzen, die Papiere sorgfältig auszufüllen. Mit den Unterlagen und dem Reisepass wird Ihnen bei der Passkontrolle die Einreiseerlaubnis gewährt. Dafür tackern die Kontrolleure die Departure Card in Ihren Pass. Passen Sie auf die Unterlagen auf, denn Sie brauchen sie bei der Ausreise noch einmal.

Kosten und Unterlagen für das Visum

Pauschale Angaben für Kosten der Unterlagen sind schwer zu tätigen, da es auf das Visum selbst ankommt. Die Kosten können deutlich variieren. Bei einem Tourist Visa, das Ihnen einen Aufenthalt für 60 Tage ermöglicht, ist mit Gebühren in der Höhe von 30 Euro pro Einreise zu rechnen. Anders sieht es bei einem Non Immigrant Visa aus, das einen 90-tägigen Aufenthalt realisiert. Für mehrfache Aufenthalte sind 150 Euro zu entrichten. Genaue Angaben zu den Kosten erhalten Sie für gewöhnlich bei der Botschaft.

Bevor Sie ein Visum beantragen können, müssen Sie die notwendigen Unterlagen vorlegen. Für den Visumsantrag brauchen Sie unbedingt einen Reisepass, der mindestens noch für 6 weitere Monate gültig ist. Außerdem sind Kopien aller Passseiten mit amtlichen Angaben notwendig. Weiterhin brauchen Sie einen ausgefüllten und unterschriebenen Visumsantrag sowie ein aktuelles Passbild. Oftmals wird auch eine Kopie der Flugtickets gefordert, alternativ genügt auch die Flugbestätigung. Bei ausländischen Reisepässen ist eine Kopie der aktuellen Meldebestätigung notwendig. Ist der Antragssteller noch unter 15 Jahre, braucht es neben einer Kopie der Geburtsurkunde außerdem Kopien der elterlichen Reisepässe. Ebenso müssen die beiden Erziehungsberichtigen den Antrag unterschreiben.

Vorsicht vor dem abgelaufenen Visum

Haben Sie versäumt, Thailand rechtzeitig wieder zu verlassen, begehen Sie einen Overstay denn Ihr Visum ist bereits abgelaufen. Dieser wird mit einer Strafe von 500 Baht täglich geahndet. Die Kosten summieren sich schlimmstenfalls bis zu einer Summe von 20.000 Baht. Zeigen Sie sich reumütig und liefern sich selbst an die Behörden aus, geht der Overstay glimpflich aus. Dann bezahlen Sie die Strafe und verlassen ohne weitere Probleme das Land. Werden Sie mit einem bereits abgelaufenen Stempel von einem Polizisten aufgegriffen, dann kann das fatal enden. Es folgt gewöhnlich zuerst einmal ein Aufenthalt im Gefängnis und es gibt einen Termin für eine Gerichtsverhandlung. Sie müssen damit rechnen, dass Sie abgeschoben werden. Dazu kommen auch noch die Strafgebühren. Außerdem gibt es in Ihrem Reisepass einen Vermerk, der auf das Vergehen aufmerksam macht. Künftig wird die Einreise in das Land deutlich schwerer – mitunter erhalten Sie auch überhaupt keine Genehmigung mehr.