Ayutthaya
Ayutthaya ist eine historische Stadt sowie die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Zentrum Thailands. Sie liegt rund 80 Kilometer nördlich von Bangkok und war von 1351 bis 1767 die Hauptstadt des siamesischen Königreichs. Die Stadt ist heute vor allem für ihre weitläufigen Tempel- und Ruinenanlagen bekannt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Umgeben vom Chao Phraya, dem Lopburi-Fluss und dem Pasak wirkt das historische Stadtgebiet wie eine Insel. Nach der Zerstörung Ayutthayas im Jahr 1767 verlegte König Rama I. die Hauptstadt nach Bangkok – Ayutthaya blieb als bedeutendes historisches Zentrum erhalten.
Die wichtigsten Tempel in Ayutthaya
Ayutthaya verfügt über eine Vielzahl historisch bedeutender Tempelanlagen. Die folgende Karte liefert einen Überblick über die wichtigsten Orte, bevor im Anschluss die zentralen Tempel einzeln vorgestellt werden.
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Mehr InformationenWat Mahathat:

Den Wat Mahathat finden im Zentrum des Archäologischen Parks. Er ist sozusagen das Wahrzeichen Ayutthayas. Der Wat Mahathat wurde im Jahr 1374 durch Phra Borommaracha erbaut und wurde öfters erweitert und verschönert. Besonders zu erwähnen ist, dass erst im Jahre 1956 bei Grabungen eine Schatzkiste geborgen werden konnte. Diese enthielt eine goldene Buddha Reliquie und mehrere goldene Buddha Statuen. Diese waren mit edlen Diamanten und Edelsteinen verziert und kann mittlerweile im nahe liegenden Sam Phraya Museum besichtigt werden. Am Wat Phra Mahathat Tempel reihen sich kopflose Buddhas aneinander. Berühmt und auf zahlreichen Fotomotiven ist hier der Baum, in dessen Wurzeln sich um einen Buddha-Kopf schlängeln. Die Eintrittsgebühr beträgt 40 Baht.
Wat Phra Ram
Der Wat Phra Ram wurde im Jahre 1369 unter der Herrschaft des zweiten Königs Ramesuan erbaut und diente als Begräbnisstätte für U-Thong, dem Gründer von Ayutthaya und Vater von König Ramesuan. Auch wenn viele der Gebäude der Tempelanlage heute nur noch an den Grundmauern erkenntlich sind, erstreckt sich bis heute der hohe Haupt-Prang von weiten ersichtlich über die Anlage. Einige der fein gearbeiteten Statuen wie Garudas und Buddhas, die den Haupt-Prang verzierten haben ebenfalls die Zeichen der Zeit überlebt und verdeutlichen den früheren Glanz der Anlage.
Wat Ratburana
Direkt gegenüber des Wat Mahathat ragt der Wat Ratburana, auch Ratchaburana genannt, empor. Der Tempel entstand im Jahre 1424 unter dem König Borommaracha II., der diesen als Begräbnisstätte für seine zwei älteren Brüder Ai Phraya und Yi Prahya errichten ließ. Die beiden Brüder fielen bei einem Duell mit Elefanten um den Thron – so ist es kein Wunder, dass der Wat Ratburana besonders reich mit Verzierungen versehen wurde. Durch umfangreiche Restaurationen ist bis heute relativ viel vom Tempel erhalten wie auch die zahlreichen Figuren wie Nagas und Garudas, die den Tempel verzieren. In der Krypta unter dem Prang wurden bei Restaurationsarbeiten ein großer Goldschatz entdeckt, der im Museum ausgestellt wird.
Wat Phra Si Sanphet

Der Wat Phra Si Sanphet galt vor seiner Zerstörung durch die Burmesen im Jahre 1767 einst als prunkvollster und schönster Tempel in Ayutthaya. König Borommatrailokanat begann im Jahre 1448 mit dem Bau der weitläufigen Tempelanlage, die in den folgenden Jahrhunderten konstant erweitert wurde. Nach dem Tod Königs Borommatrailokanat lies sein Nachfolger und Sohn König Ramathibodi II. auf der Tempelanlage zwei Chedis als letzte Ruhestätte für die Asche seines Vaters und seines Bruders errichten. Im Jahre 1592 wurde ein weiterer Chedi zur Anlage hinzugefügt. Diese drei Chedis sind bis heute dank Restaurationsarbeiten erhalten geblieben und geben noch heute ein gutes Bild über die einstige Pracht der Anlage.
Wat Chai Watthanaram
Der Wat Chai Watthanaram wurde im Jahre 1630 unter König Prasat Thong im Khmer-Stil errichtet, die gesamte Anlage steht heute unter dem Schutz der UNESCO und gilt als Weltkulturerbe. Der 35 Meter hohe zentrale Prang wird von 4 kleineren Prangs umrahmt, alle zusammen bilden eine quadratische erhobene Plattform. Diese Bauweise deutet auf die Buddhistische Weltsicht nach der der zentrale Prang ein Sinnbild für die traditionelle Welt und die 4 kleineren Prangs für die 4 umliegenden Kontinente stehen. Die Zeichen der Zeit sind auch hier nicht vorübergezogen, doch dank aufwendiger Restaurationsarbeiten ist die Tempelanlage heute in einem guten Zustand. Im Gegensatz zu vielen anderen Wats in Ayutthaya diente dieser nicht als Grabstätte, sondern wurde für religiöse Zeremonien der Königsfamilie genutzt.
Wat Lokayasutharam

Der Wat Lokayasutharam, auch Lokayasutha genannt, ist vor allem für seine riesige, liegende Buddha-Statue bekannt. Diese imposante Statue ist knapp 40 Meter lang und 8 Meter hoch und wurde einst von einem Klostergebäude geschützt, von dem jedoch nur noch die Fundamente ersichtlich sind.
Wat Thammikarat
Der Wat Thammikarat liegt zwar nicht direkt im Geschichtspark, ist jedoch einen Abstecher wert. Die Ruinen deuten auf eine Erbauung während der frühen Ayutthaya-Periode rund um 1350 hin, ein genaues Datum ist nicht bekannt. Im Zentrum der Tempelanlage befindet sich eine ehemals große Halle, in der sich ein großer goldfarbener Buddha in Liegeposition befindet. Sehenswert sind auch die vielen Löwenstatuen, die einen Chedi bewachen. Der Thammikarat wird heute noch für religiöse Riten genutzt, was dieser historischen Tempelanlage ein ganz besonderen Anschein verleiht.
Wat Yai Chai Mongkon

Einer der wohl beeindrucktesten Tempel von Ayutthaya ist der Wat Yai Chai Mongkon. Schon im Jahre 1357 erbaute hier König U-Thong die erste Tempelanlage der Stadt. Hier sollten Mönche, die ihre Studien in Ceylon beendet hatten und nach Siam zurückkehrten wohnen und leben. Unter König Naresuan wurde im 16. Jahrhundert wohl die Anlage erweitert und der 62 Meter hohe Chedi sowie die ausgedehnte Parkanlage wurde als Erinnerung an seinen Sieg über die Burmesen errichtet. König Naresuan stellte sich im Jahre 1592 dem burmesischen Herrscher Phra Maha Uparacha in einem Zweikampf auf einem Kriegselefanten und ging als Sieger des Duells hervor.
Die Forscher sind sich jedoch nicht ganz einig, ob die Erweiterung des Tempels wirklich unter König Naresuan geschah oder erst im 17. Jahrhundert unter König Narai. Bis heute erhalten geblieben ist der Chedi, der sich auf einem rechteckigen Sockel befindet. Auch die Krypta sowie das große Bildnis des liegenden Buddhas kann besucht werden. Rund um den Chedi befinden sich zahlreiche sitzende Buddha-Statuen, die jedoch meist aus der modernen Zeit stammen. Der Wat Yai Chai Mongkon wird heute noch aktiv genutzt und nicht selten finden hier religiöse Rituale statt.
Wat Phanan Choeng
Das Wat Phanan Choeng liegt nicht weit entfernt vom Wat Yai Chai Mongkon und wurde als königlicher Tempel im Jahre 1324 von König Sai Namphoeng erbaut. Dieser sollte als Verbrennungsstätte der chinesischen Prinzessin Soi Dok Mak dienen, die der Legende nach ins Königreich Ayutthaya gekommen war, um den King zu heiraten. Sai Namphoeng nahm sie jedoch nicht zur Frau und Soi Dok Mak nahm sich aufgrund der Ablehnung das Leben. Prinzessin Soi Dok Mak wird bis heute von vielen chinesischen Thais hochverehrt. Der Mittelpunkt des Tempels zu Ehren der Prinzessin Soi Dok Mak bildet eine 19 Meter hohe vergoldete Buddha-Statue aus dem Jahre 1334, die eine der größten Thailands ist. Sehenswert sind zudem die zahlreichen Wandmalereien im chinesischen Stil, die die Gebäude des Wat Phanan Choeng verzieren.
Viharn Phra Mongkol Bophit

Im Innenraum des Viharn Phra Mongkol Bohpit befindet sich mit 12,50 m eine der größten Buddha-Statuen aus Bronze Thailands. Die genaue Entstehungszeit des Tempels mitsamt der Figur ist nicht überliefert, es wird vermutet, dass die Erbauung währen des 15. Jahrhunderts erfolgte. Mit dem Einfall der Burmesen im Jahre 1767 wurde der Tempel sowie die Buddha-Statue teilweise zerstört. Mitte der 50er Jahre wurde die Anlage wieder rekonstruiert und die imposante Buddha-Statue im Jahre 1991 anlässlich des 60. Geburtstages der thailändischen Königin vergoldet.
Zu den weiteren sehenswerten Tempelanlagen in Ayutthaya zählen unter anderem Wat Suwan Dararam, Wat Maheyong und Wat Phu Khao Thong. Diese liegen etwas abseits der bekanntesten Tempelrouten und eignen sich besonders für Besucher, die Ayutthaya intensiver erkunden oder mehr Zeit vor Ort einplanen.
Weitere Sehenswürdigkeiten in Ayutthaya
Neben den zahlreichen Tempelanlagen befinden sich in Ayutthaya weitere sehenswerte Orte. Das U-Thong Memorial, welches Ende der 60er Jahre errichtet wurde, zeigt zum Beispiel den ersten König Ayutthayas. Der Chandra-Kasem-Palast wurde im Jahre 1577 erbaut und nach der Zerstörung der Burmesen im 19. Jahrhundert liebevoll restauriert. Heute dient er als Museum für Gegenstände aus dem königlichen Besitz und gibt einen guten Eindruck über die herrschaftliche Prachtarchitektur Thailands. Der Wang Luang Palast diente einst ebenso als königlicher Wohnsitz der Herrscher. Heute sind leider nur noch die Mauerreste erhalten geblieben, nur der Trimuk-Pavillon wurde wieder aufgebaut. Spannend ist auch der Elefanten-Kraal – eine antike Anlage, in der einst wilde Elefanten gefangen wurden und in Ställen domestiziert wurden.
Ayutthaya Historical Study Center
Ayutthaya Historical Study Center hat sich auf die Erforschung der Geschichte der Stadt und der Ayutthaya-Periode spezialisiert. Vor allem durch anschauliche Modelle und Schautafeln wird die Vergangenheit Ayutthayas aufgearbeitet. Die vier Themenschwerpunkte des Museums sind: Ayutthaya als Hauptstadt, Handelszentrum, Regierungssitz sowie als Zentrum des Alltäglichen Lebens. Ein weiterer Abschnitt widmet sich den internationalen Beziehungen Ayutthayas. Das Museum ist ein guter Startpunkt für die Erkundung des Geschichtsparks, da hier die Hintergründe sehr gut erklärt werden.
Chao Sam Phya National Museum
Das Chao Sam Phya National Museum erstreckt sich auf mehrere Gebäude und liegt in der Altstadt von Ayutthaya. Besonders beeindruckend sind die Goldschätze wie ein mit Juwelen besetztes Schwert oder goldene Schuhe, die bei Restaurationsarbeiten im Wat Ratchaburana entdeckt wurden. Neben zahlreichen weiteren Artefakten aus den Tempelanlagen Ayutthayas widmet sich das Museum auch den einzelnen Kunstepochen Thailands und der traditionellen Lebensweise der Thais.
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Die Geschichte von Ayutthaya
Die Geschichte von Ayutthaya beginnt bereits im Jahre 1351 als das siamesische Königreich entstand und dessen Bewohner sich „Tai“ nannten. Über die folgenden Jahrhunderte erweiterte sich der Machtbereich und das Königreich Sukhothai, Teile der malaysischen Halbinsel und Teile des heutigen Kambodscha wurden integriert. Die Stadt wurde von chinesischen, indischen, vietnamesischen und persischen Händlern des 15. Jahrhunderts als die Größte und reichste Stadt des Ostens bezeichnet. Später kamen Portugiesen, Spanier, Holländer und Franzosen hinzu, denen es erlaubt war Dörfer außerhalb der Stadtmauern zu gründen. Kriege gegen die vordringenden Burmesen brachten schließlich die totale Vernichtung des Königreiches und dieser reichen Stadt. Im April 1767 wurde die Stadt restlos zerstört und verbrannt. Die Burmesen mussten sich bereits nach einigen Monaten zurückziehen, zurück blieb ein Land ohne König im Schock und Chaos.
Der damalige General Ayutthaya’s mit dem Namen Taksin floh mit einigen Resten der Armee aus der Stadt und sammelte nach und nach mehr Kämpfer und Anhänger um sich. 1768 wurde er zum König und gründete die neue Königs- und Hauptstadt Thonburi, das heutige Bangkok, auch Khrung Thep (Pflaumenhain) am Ufer des Chao Praya. Nach 15 Jahren Frieden wurde er getötet und sein ehemaliger militärischer Berater, General Chakri, wurde 1782 der neue König von Siam und verteidigte das Königreich erfolgreich gegen weitere Angriffe von außen. Er verlegte die Hauptstadt auf die andere Seite des Flusses und sie trug fortan den Namen: Krung Thep Mahanakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Yuthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udomratchaniwet Mahasathan Amon Phiman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit.
Der heutige Besucher des Geschichtsparks Ayutthaya hat die Möglichkeit sich in dem weitläufigen parkartigen Gelände mit den erhaltenen, und zum Teil liebevoll wieder aufgebauten Tempelbauten umzuschauen. 1981 wurde Sie Teil des UNESCO Weltkulturerbes.
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Weitere InformationenAnreise nach Ayutthaya
Die Anreise nach Ayutthaya (80 Kilometer nördlich von Bangkok) und ist schnell und unkompliziert erreichbar. Die historische Königsstadt eignet sich sowohl für einen Tagesausflug als auch als kultureller Zwischenstopp in Zentralthailand.
Anreise per Flugzeug:
Eine Anreise per Flugzeug ist nicht möglich und aufgrund der kurzen Distanz auch nicht sinnvoll. Der nächstgelegene Flughafen befindet sich in Bangkok, von dort erfolgt die Weiterreise auf dem Landweg.
Anreise mit Auto / Fahrzeug – die komfortabelste Lösung
Anreise mit dem Auto ist die angenehmste Art, Ayutthaya zu erreichen. In einem privaten Fahrzeug mit erfahrenem, zertifiziertem Fahrer erfolgt die Abholung direkt am Hotel oder am Flughafen in Bangkok. Diese Form der Anreise bietet maximale Flexibilität, Zeitersparnis und Komfort – besonders bei begrenzter Reisezeit oder individuellen Reiseverläufen.
Anreise per Zug, Bus oder Minivan
Zwischen Bangkok und Ayutthaya verkehren regelmäßig Züge, Busse und Minivans mit einer Fahrzeit von etwa ein bis zwei Stunden. Diese Verbindungen sind grundsätzlich möglich, setzen jedoch eine gewisse Eigenorganisation voraus, da Abfahrtsorte, Fahrpläne und Komfort variieren können. Für Reisende mit flexibler Zeitplanung ist dies eine praktikable Lösung. Bei individuell geplanten Reisen mit festem Zeitrahmen wird Ayutthaya häufig in einen privaten Transfer integriert.
Anreise per Boot auf dem Chao Phraya
Eine besonders stimmungsvolle Anreise nach Ayutthaya erfolgt über den Chao Phraya. Die Fahrt verbindet Transfer und Erlebnis und eröffnet Einblicke in das Leben entlang des Flusses. Diese Form der Anreise eignet sich besonders, wenn Ayutthaya bewusst als kultureller Höhepunkt geplant wird oder die Anreise selbst Teil des Reiseerlebnisses sein soll.